Aus dem Leben eines Kartäusermönchs
Shownotes
Ein abgeschiedenes Leben in den französischen Alpen, wenig Kontakt zur Außenwelt und viel Schweigen: So kann man sich das Leben im Kartäuserorden vorstellen. Mönch Dominik lebt seit zehn Jahren in La Grande Chartreuse, dem Mutterkloster des Kartäuserordens. Wie er zu diesem ungewöhnlichen Entschluss kam, erzählt uns sein Vater Alexander Jürgens.
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00:00:00: Er ist immer schon aufgefallen als Radikaler, das heißt als Mensch der an die Wurzeln geht und die Probleme hinterfragt.
00:00:08: Wir haben wie es halt bei Teenager nicht.
00:00:10: Die Kirche wurde dann recht kritisch gesehen und nach der Schule hat er gleich erst mal seinen Kirchenaustritt eingereicht.
00:00:17: Gott ergibt damals keinen Sinn für Dominic.
00:00:19: Warum also in der Kirche bleiben?
00:00:21: Das wäre inkonsequent Und er will schließlich seinen eigenen passenden Weg finden.
00:00:25: Der führt ihn erstmal nach Berlin zum Medizinstudium.
00:00:29: Das bricht er mit Mitte zwanzig ab.
00:00:31: Ihm fehlt etwas.
00:00:33: In einer Buchhandlung stößt er dann wieder auf Religion und Gott.
00:00:36: Intuition sagt, ich bin im Prinzip schnur gerade auf dieses Regal zu und wollte einfach eine Bibel
00:00:43: kaufen.".
00:00:44: So erzählt Dominik es später seinem Vater.
00:00:47: Er beschließt daraufhin, katholische Theologie in Tübingen zu studieren und erfährt so auch irgendwann von dem Kathäuser-Ordn.
00:00:53: Ein Orden der sein größtes Kloster in Frankreich in den Alpen hat und in dem es um Abgeschiedenheit geht.
00:00:59: Das trifft einen Nerv bei Dominik
00:01:01: Im diese Suche nach Gott die Möglichkeit sich auf seinen Ruf, seinen Evangelium auf die Bibel einzulassen.
00:01:11: In ihrer Abgeschiedenheit ermöglicht die Kartause für Dominik genau das und erfindet dort die spirituelle Tiefe, die ihm bisher gefehlt hatte.
00:01:26: Das ist schon eine ganz andere Welt oder ein ganz anderes Leben – da gibt man viel auf.
00:01:32: Sich oft zu sehen zum Beispiel!
00:01:34: Nur einmal im Jahr besucht Alexander Jürgens seinen Sohn Dominik in der Kartouse.
00:01:38: Telefonieren ist verboten Nur Briefe schreiben ist erlaubt, allerdings nicht mit Freunden.
00:01:43: Von daher
00:01:44: war das natürlich ein ziemlicher Schock diese endgültige Konsequenz.
00:01:49: Das war sehr schwierig.
00:01:51: Die Einschränkung im Kloster fallen auch Dominik schwer, erzählt sein Vater Aber sie ergeben aus Sicht eines Kateusermönigs auch Sinn.
00:01:59: Sie sehen diese Lebensform als Opfegabe an Gott und ihre Aufgabe ist es zu beten für die Welt und haben sehr viel über seine Gebete denn mit der Zeit die Kraft gespürt, die aus der Karthause auch zu uns kommt.
00:02:15: Die Abgeschiedenheit und enge Struktur im Kloster sollen dabei helfen, spirituelle Tiefe zu finden.
00:02:21: Der Tag beginnt mitten in der Nacht und dann treff man sich in der Kirche zum Lobpreis bis um halb zwei, halb drei.
00:02:29: Dann geht es nochmal ins Bett bis ungefähr halb sieben
00:02:33: Und dann geht's ohne Frühstück weiter mit Beten, Lesen und Arbeiten.
00:02:37: Zum Beispiel im Garten oder der Bücherei – meistens in Stille.
00:02:41: Denn auch untereinander sprechen die Mönche nur zu bestimmten Zeiten.
00:02:45: Es ist ein ungewöhnliches Leben aber Dominic Vater kann verstehen warum sein Sohn es gewählt hat.
00:02:50: Jetzt sind sie paar Jahre mehr zehn und er wird immer glücklicher.
00:02:55: Das ist definitiv seinen Platz.